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Dirk Thole beim Ironman Kopenhagen – und seine lange Suche nach der Meerjungfrau

Kopenhagen (ms) – Am vergangenen Sonntag startete Dirk Thole beim Ironman Kopenhagen zum dritten Mal auf der Triathlon Langdistanz (3,8km Schwimmen, 180km Radfahren und 42km Laufen). Nach der Anreise am Freitag machte Dirk sich am Samstag nach dem Bike Check-In am Vormittag mit seiner Begleitung auf zur gemütlichen Radtour bei bestem Wetter durch die dänische Hauptstadt, jedoch noch nicht zur Meerjungfrau.

Im Rennen war Dirk verwundert, als er bei 1.700 Metern drei Starter im Wasser gehen sah und die Wassertiefe nicht sehr tief war. „Darf man hier auch ganz gehen?“, fragte er sich. Im Stehtiefen Wasser nutzte er dann die Gelegenheit, seine Brille nochmals zu befeuchten, da diese beschlagen war und hatte dabei bereits mit den ersten Krämpfen in den Oberschenkeln zu kämpfen. Beim Schwimmausstieg zeigte ihm seine Uhr eine Schwimmzeit von 1:21:08 h an – „ein guter Start“, so Thole.

Für die 180km lange Radstrecke hatte sich Thole eine Durchschnittsgeschwindigkeit von „etwas über 30 km/h“ erhofft. Die wellige, lange Raddistanz war jedoch enorm anstrengend und kostete mehr Kraft als gedacht. „Ich hatte es leichter erwartet“, sagte Thole, welcher zudem über Nackenprobleme in der Aeroposition durch das Hotelkissen klagte. Am Ende absolvierte er die Radstrecke in 6:02:03 h und somit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,8 hm/h.

Nachdem sich die Beine auf den ersten Laufkilometern noch sehr gut anfühlten, wusste Dirk schnell, dass sein Tempo viel zu hoch ist. Nach 5 Kilometern hatte er den Kampf gegen seinen Kopf, der ihn lieber zum Gehen bringen wollte, verloren. „Ich bin erst einmal zwei Kilometer gegangen habe die 20 Minuten überlegt, ob ich aussteige. Es war in diesem Moment eine ernsthafte Option, unfassbar“, blickt der Lohner am Tag nach dem Rennen zurück. Über Deals mit sich selbst, wie zum Beispiel einen Kilometer Laufen und einen Kilometer gehen, kam er zurück ins Rennen. Bei Kilometer 30 war bei ihm die Überzeugung da, dass er es schaffen werde. Ein „unfassbares Glücksgefühl, es geschafft zu haben“ übermannte Thole, als er mit einer Gesamtzeit von 12:41:45h (Gesamtplatz 1.053 von 1.503 Starter*innen) über die Ziellinie lief und der Kommentator „Dirk, your are an Ironman“ sagte. Den abschließenden Marathon absolvierte er dabei in 5:07:26h. Seine bisherige Bestzeit aus Roth von 13:10h konnte er dabei um gut 30 Minuten verbessern.

Als Dirk seinen Begleiter am Montagmorgen fragte, wo denn die Meerjungfrau von Kopenhagen eigentlich zu finden sei, konnte dieser sich das Lachen nicht verkneifen und entgegnete dem Ironman: „Da bist Du gestern vier mal dran vorbeigelaufen“. Vor der Rückfahrt wurde dann noch einmal ein Zwischenstopp an der Meerjungfrau eingelegt.