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Damenteam mit Tagessieg bei der Schweriner Hitzeschlacht

Schwerin (ms) – Erstmals in der Regionalliga Nord gab es am Sonntag ein Drafting-Rennen. Ein Rennen, bei denen die Sportler im Massenstart starten und ohne Windschattenboxen die Radstrecke fahren dürfen. Vor allem die schnellen Schwimmer*innen profitieren in der Regel von diesem Format, da sie die vordersten Radgruppen erwischen und gemeinsam den anderen Athleten schnell davon fahren können. Vor malerischer Kulisse am Schweriner Schloss starteten die Herren um 11:00 Uhr fünf Minuten vor den Damen bei Temperaturen um die 35 Grad Celsius. Aufgrund der Wassertemperatur von 22,5 Grad Celsius war der Einsatz des Neoprenanzugs auf der 750 m langen Schwimmstrecke verboten. Danach waren eine 20 km Radrunde sowie ein 4,6 km langer Laufkurs zu absolvieren.

Wieder einmal sollten die Lohner Damen den Herren die Show stehlen. Diesmal trumpften vor allem die jungen Neuzugänge Lina Schuchmann und Charlotte Friedrich stark auf. Mit sehr guten Schwimmzeiten, die deutlich unter 14 Minuten lagen, schafften es die beiden Damen gemeinsam mit Teresa von Lehmden in die erste Radgruppe. Während Teresa von Lehmden abreißen lassen musste, fuhr das junge Duo im Windschatten der ersten Gruppe um Radexpertin Elisabeth Erwig aus Osnabrück mit ohne selbst große Führungsarbeit zu verrichten. Zwar war Elisabeth Erwig nicht besonders darüber erfreut, dass Inga Hintze ihren Schützlingen diese taktische Anweisung mit auf den Weg gab, jedoch konnte sie die Lohner „Kletten“ auch nicht abhängen. Am Ende des Tages hatte Charlotte Friedrich sogar die drittschnellste Radzeit des Tages (31:03 min.) „ergaunert“, aber es sei schon hart genug gewesen, überhaupt im Windschatten zu bleiben, schreibt Charlotte Friedrich in ihrem Instagram-Beitrag. Erst auf der Laufstrecke zerstreute sich die erste Radgruppe. Mit einer sehr starken Laufzeit konnte Elisabeth Erwig sich den Tagessieg (1:06:21 h) sichern. Charlotte Friedrich kam mit einer Zeit von 1:07:47 h als Vierte ins Ziel, dicht gefolgt von Lina Schuchmann (1:07:53 h) auf Platz 5. „Das Rennformat ist wie für mich gemacht“, berichtet Charlotte Friedrich freudestrahlend. Inga Hintze musste sich abermals alleine nach vorne durchkämpfen und musste sich dabei den vorderen Gruppen und der Hitze geschlagen geben. 200 Meter nach dem Wechsel auf die Laufstrecke auf Position 22 sackte die Lohnerin kurz zusammen, ließ sich mit Wasser abkühlen und ruhte sich einen Moment lang aus. Sie stand jedoch wieder auf uns startete abermals eine fulminante Aufholjagd auf der 4,6 km langen Laufstrecke und lief noch als 13. Frau mit einer Zeit von (1:10:11 h) ins Ziel ein. Teresa von Lehmden (1:12:56 h) landete am Ende des Rennens auf Platz 31. Mit 22 Wertpunkten der ersten drei Triathletinnen teilten sich die Lohnerinnen diesmal den Tagessieg mit dem Tri-Team Osnabrück. Der Abstand von 2 Punkten auf die Osnabrücker Tabellenführerinnen in der Tabelle verändert sich somit jedoch nicht.

Die Männer erreichten derweil einen 15. Platz in der Tageswertung von 21 Teams. Am Freitag erkrankte der eingeplante Teamkapitän Benedikt Hintze. Malte Schlömer wollte sich eine Woche vor seiner Langdistanz bei der Challenge Roth eine Wettkampfpause einräumen, sodass für ihn bereits Rene Meyer aus der Landesliga-Mannschaft das Team aufstockte. Nachdem kein kurzfristiger Ersatz gefunden werden konnte, brach Malte Schlömer sein verlängertes Wochenende in Süddeutschland ab und fuhr Samstag morgens nach seiner Anreise am Freitag 800 km zurück in den Norden der Republik, um das Team zu komplettieren. Während Malte Schlömer nach dem Schwimmen (11:51 min.) sich an die zweite Radgruppe heranarbeitete, erreichten Marvin Föhse (12:02 min.) die dritte und Patrick Olberding (12:52 min.) die vierte Gruppe. „Das Schwimmen war brutal. Die Jungs haben alle so viel Gas gegeben, um nach vorne zu kommen. So viel Wasser habe ich lange nicht mehr geschluckt“, resümierte Malte Schlömer. Jamal Frerichs reihte sich in der fünften Gruppe ein. Landesliga-Starter Rene Meyer musste sich als 86. von 99 Startern nach dem Schwimmen (14:13 min.) von hinten an das Feld heranarbeiten. Marvin Föhse stürzte auf der Radstrecke, weil Philipp Schüler vom ASC Göttingen in Föhses Vorderreifen fuhr und dabei zwei Speichen durchbrachen, sodass das Rennen für Marvin Föhse vorzeitig beendet war. Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von 42,6 km/h erarbeiteten sich Patrick Olberding und Malte Schlömer gute Ausgangsbedingungen für die abschließenden 4,6 Laufkilometer. Olberding, der als 37. auf die Laufstrecke ging, flog dabei mit einer Laufzeit von nur 17:19 min. (18.) wenige hundert Meter vor dem Ziel an Schlömer vorbei und schnappte sich auch noch zwei weitere Sportler. Mit einer Zeit von 1:01:20 h erreichte Olberding als erster Lohner auf Position 26 die Ziellinie. Die Punktewertung komplettierten Malte Schlömer (1:01:31 h, 29.), Jamal Frerichs (1:05:27 h, 66.) und Rene Meyer (1:06:08 h, 72.). „Die durchweg guten Leistungen, die wir heute alle gebracht haben, werden dem 15. Platz nicht gerecht“, kommentiere Patrick Olberding die Tageswertung unzufrieden, da er sich eine Top 10-Platzierung erhoffte. „Wenn Marvin ins Ziel gekommen wäre, wäre Platz 10 drin gewesen“, lautet die Einschätzung des Teamkapitäns Benedikt Hintze mit Blick auf die Ergebnisse. So rutschten die Männer von Platz 11 auf Platz 13 der Tabelle ab.

Das nächste Rennen findet sowohl für die Regionalliga-Teams als auch für die Landesliga-Herren am 28.07.2019 in Stuhr statt. Dort haben die Lohner Mannschaften die Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) zu bewältigen.

Tabellen: https://www.triathlon-regionalliga-nord.de/#tabelle

Ergebnisse: https://my4.raceresult.com/111647/results?lang=de

 

Ab um die Ecke: Lina Schuchmann tritt nach dem Wendepunkt wieder an.